Die Beschaulichkeit
des Nordens
Lässt sich unsere schöne Erinnerung an unser fast 40-jähriges Reiseleben beliebig verlängern? Das Zögern vor dem letzten Abstecher nach Süditalien (Bordbuch 2025) hatte uns trotz vieler Vorbehalte anschließend belehrt, dass man den Mut nicht aufgeben sollte und trotz des Alters (ich bin jetzt 84) vielleicht ab und zu doch noch einen weiteren Versuch zu starten. Und so ist die Entscheidung entstanden, uns noch einmal nach Schweden zu verziehen. Die überraschende Bilanz: Wir erlebten eine wunderbare Mischung von abgeschiedener Ruhe und lebenigen Kulturerlebnissen.

Allein in der Natur
In kaum einem anderen Land Europas haben wir uns so oft und so weit in die Ruhe der fantastischen Natur verziehen können. Sowohl zum Wandern als auch über Nacht. Mit der Einschränkung, es möglichst außerhalb der Hauptsaison zu tun, denn sonst wird man von der Menge der Wohnmobile eingekreist. Und sich auch auf Mittelschweden oder besser noch auf den Norden zu konzentrieren. Aber man muss beim Planen immer geduldig sein. Denn fast jeder Nebenweg führt zu einem Haus, also auf privates Land, die Einschränkung für das berühmte nordische Jedermannsrecht.

- Die Elchfarm in Bjurholm
- Das Museum des verrückten Sammlers Mus Olle
- Eines der interessantesten Museen der Welt, das Wasa Museum in Stockholm
- Kunst in den Museen der alten Glashütten


Kirchen & Schlösser
Weil wir auf unseren Reisen dazu neigen, jeder Kirche und jedem Schloss einen Besuch abzustatten, so war es kein Wunder, dass auch der Prunk der Schweden ein Ziel war.
- Die Kapelle von Barsta
- Der Dom von Stockholm
- Das Schloss Drottningholm in Stockholm

Streifzug durch die Freilichtmuseen
Auf einer Reise in die Vergangenheit machen wir Halt bei vielen kleinen Museen, die uns in den Bann ziehen.
- Delsbö Forngard
- Örebro
- Klosterruine Alvastra
… oder die Steinsetzungen der Wikinger

Damals …
… und danach
Schwedens größtes Automuseum in Härnösands, ein Muss für jeden Oldie-Fan. Und natürlich der morbide Charme Schwedens schönstem Autofriedhof Kyrko mosse.

Der Abschiedsbesuch
Irgendwo hing ein kleines Plakat an einem Baum. Es lädt Besucher nach Stensjoäng in ihr Waldparadies ein. Für Menschen, die abgeschiedene Natur lieben, gemischt mit Kunst und einem Schuss Spiritualität.
Spontan besuchten wir Marianna und Anders. Und erlebten in ihrem selbst gestalteten Umfeld unerwartet nicht nur eine angenehme Begegnung, sondern auch einen kleinen Höhepunkt und schönen Abschluss unserer Reise.
Das große Abenteuer


Gisela und Eddi Böhnke auf der Reise ihres Lebens
Das Bordbuch erscheint seit 2008 und ab der ersten Ausgabe waren Gisela und Eddi Böhnke und ihre Geschichte mit an Bord. Oder vielleicht besser gesagt, wir mit ihnen. Sie haben etwas gewagt, wovon viele träumen. Die Idee, mit einem Reisemobil die Welt zu erkunden, wurde in die Tat umgesetzt. Aus dem Vorsatz, mit einem Unimog eine große Reise zu unternehmen, wurde die Reise ihres Lebens. Geplant waren eigentlich nur 10 Jahre und für diese Zeit war auch ihr Budget veranschlagt. Das war 1989 und natürlich kam alles ganz anders. Letztendlich dauerte die Reise 22 Jahre, davon lebten sie allein 18 auf den 6 Quadratmetern Wohnfläche ihres Unimogs. Unterwegs entwickelte Eddi ein Interesse an journalistischer Fotografie und beide drehten fünf Dokumentationen für das Fernsehen.
Mittlerweile sind aus einer großen Reise viele kürzere geworden und das Bordbuch-Team freut sich, auch diese mit begleiten zu dürfen.


























































